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Säugetiere

An Land, zu Wasser und in der Luft – Säuger leben praktisch überall.

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Bildquellen Kacheln: Einstiegsfragen: (c) Folkert Christoffers/NABU-naturgucker.de, Kapitel 1: (c) Jürgen Podgorski/NABU-naturgucker.de, Kapitel 2: (c) Wolfgang Daum/NABU-naturgucker.de, Kapitel 3: (c) Rainer Mönke/NABU-naturgucker.de, Kapitel 4: (c) Harald Bott/NABU-naturgucker.de, Abschlussprüfung: (c) Nadja Fischer/NABU-naturgucker.de
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Zu keiner anderen Tiergruppe pflegen wir so nahe Beziehungen wie zu den Säugetieren. Die Domestizierung hat es möglich gemacht. In der Natur hingegen sind Säuger schwierig zu beobachten, oft sehen wir nur ihre Spuren. Welche Überlebensstrategien Säugetiere entwickelt haben, warum einige bedroht und andere im Vormarsch sind und wie wir sie sinnvoll unterstützen können, erfahrt ihr hier …
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In dem Lernangebot erfahrt ihr unter anderem, wie ihr am besten Säugetiere beobachten könnt. Wegen ihrer teils verborgenen oder nächtlichen Lebensweise ist das nicht immer ganz leicht, aber keineswegs unmöglich. Überdies kann das Bestimmen der Arten eine Herausforderung sein. Unser Themenbereich macht euch mit einer Reihe von Arten vertraut, damit ihr sie erkennen könnt, sofern sie euch draußen begegnen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den in Mitteleuropa heimischen Arten. Das gilt genauso für die in der demnächst erhältlichen kostenlosen Säugetier-App vorgestellten Spezies.
Rötelmaus, (c) Rolf Theodor Borlinghaus/NABU-naturgucker.de
Rötelmaus
(c) Rolf Theodor Borlinghaus/NABU-naturgucker.de
Die Gesamtlernzeit beträgt etwa 18 Stunden.
Das Curriculum dieses Themas legt die inhaltlichen Schwerpunkte fest und definiert die Kompetenzen, die die Teilnehmenden am Ende des Kurses erreicht haben sollten. Die Kompetenzen beziehungsweise Curriculum-Inhalte berücksichtigen dabei verschiedene Wissensebenen:
  • Artenkenntnisse: Welche und wie viele Arten sollen vermittelt werden?
  • Systematische Kenntnisse: Welche Kenntnisse der Systematik sollen nach Abschluss des Kurses vorhanden sein?
  • Bestimmungskompetenz: Wie gut sollen die Teilnehmenden nach Abschluss des Kurses die im Kurs behandelten Arten und weitere Arten bestimmen können?
  • Biologische & ökologische Kenntnisse: Was sollen die Teilnehmenden nach Abschluss des Kurses über die Biologie der Artengruppe und die ökologischen Zusammenhänge wissen?
  • Lebensraumkenntnisse: Welche Lebensräume kennen die Teilnehmenden und was wissen sie über diese Lebensräume?
  • Naturschutzkompetenz: Welche Konzepte des Naturschutzes kennen die Teilnehmenden? Welche Probleme und Stolpersteine kennen sie?
  • Methodenkompetenz: Welche Methoden können die Teilnehmenden nach Abschluss des Kurses anwenden? (Zum Beispiel Bestimmen mit Bestimmungsbüchern, Anwenden von Bestimmungsapps, Melden von Beobachtungen, ungefähre Einschätzung der Plausibilität von Beobachtungsmeldungen auf → NABU-naturgucker.de usw.)
Junge Kegelrobbe, (c) Peter Vesely/NABU-naturgucker.de
Junge Kegelrobbe
(c) Peter Vesely/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… erkennen mithilfe von Artporträts und interaktiven Übungen 20 verschiedene einheimische Säugetierarten aus 6 unterschiedlichen Gruppen anhand morphologischer Kennzeichen und Spuren.
Inhalte: Liste ausgewählter Säugetierarten; Artporträts
… unterscheiden bei ausgewählten Arten die Männchen von den Weibchen durch vergleichende Betrachtung verschiedener Säugetierindividuen.
Inhalte: Geschlechtsdimorphismus; innerartliche Variabilität und Konstanz morphologischer Merkmale
Großer Abendsegler, (c) Hans Schwarting/NABU-naturgucker.de
Großer Abendsegler
(c) Hans Schwarting/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… definieren grundlegende Fachbegriffe der biologischen Systematik und Taxonomie.
Inhalte: Taxonomische Rangstufen (Reich, Abteilung/Stamm, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung, Art und Population); Problematiken der Taxonomie; Biologischer und morphologischer Artbegriff; binominale Nomenklatur
… vergleichen Merkmale unterschiedlicher Säugetierklassen, um die systematische Stellung der Säugetiere im Stammbaum der Wirbeltiere abzuleiten. Sie unterscheiden zwischen evolutionären, morphologischen und ökologischen Ähnlichkeiten.
Inhalte: Stammbaumaufbau und Interpretation; Kennzeichen der Ordnungen und Verwandtschaftsbeziehungen
Gämse, (c) Karl-Heinz Fuldner/NABU-naturgucker.de
Gämse
(c) Karl-Heinz Fuldner/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… Identifizieren mithilfe interaktiver Übungen unter freilandähnlichen Bedingungen bestimmungsrelevante Merkmale an ihnen unbekannten Säugetierarten.
Inhalte: Bestimmungsrelevante Merkmale je nach Artengruppe; Beobachtungsübungen; Fährtenlesen
… setzen einfache analoge und digitale Bestimmungshilfen bei bekannten und unbekannten Säugetierarten ein und lernen Möglichkeiten kennen, ihr Ergebnis zu validieren.
Inhalte: Gebrauch von Bestimmungshilfen: Bestimmungsbuch mit Bildern, Apps mit Multikriterienschlüsseln, polytomen Schlüsseln (Bestimmungspfade); Validieren von Ergebnissen durch Nutzung von Foren bzw. automatisiertem Feedback
Waschbären-Fährte, (c) Hans Prün/NABU-naturgucker.de
Waschbären-Fährte
(c) Hans Prün/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… erkennen morphologische und anatomische Besonderheiten der Säugetiergruppen in Anpassung an die jeweiligen Habitate und Lebensweisen (Wasser, Luft, Land).
… erkennen Arten/Gruppen anhand von Schädelmerkmalen und können diese Merkmale interpretieren sowie Lebensweisen zuordnen.
Inhalte: Lebensweise und Habitat mit den relevanten Merkmalen in Verbindung bringen
… lernen besondere Verhaltensweisen (z. B. Winterschlaf/Winterruhe, Migration, Brunft) an ausgewählten Tierarten kennen.
Inhalte: Brunftzeit; Zusammensetzung von Rudeln; Jagdverhalten bei Raubtieren; Torpor
… kennen verschiedene Neozoen-Arten in Deutschland sowie deren Herkunft und lernen deren verschiedene Einflüsse auf die heimische Fauna und Flora kennen. Sie verstehen die Gefahr, die durch das Einführen neuer Arten aufkommen kann, lernen aber auch über die Etablierung eingeführter Arten (z. B. Feldhase).
Inhalte: Neozoen (Bisam, Nutria, Mink, Marderhund, Waschbär) als potenzielle Gefahr für heimische Flora und Fauna; alte ehemalige Neozoen in der Fauna Deutschlands (Feldhase, Wildkaninchen)
… interpretieren die erfolgreiche und nicht erfolgreiche Rückkehr verschiedener Großsäuger.
Inhalte: Rückkehr der Wölfe; Warum der Bär hierzulande keine Zukunft hat; Wisent in Deutschland?
… verstehen die Geschichte der Domestizierung von Wildtieren
Inhalte: Haustiere; Nutztiere; Wild
Wildkaninchen, (c) Jürgen Seibel/NABU-naturgucker.de
Wildkaninchen
(c) Jürgen Seibel/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… verstehen, analysieren und interpretieren unter Verwendung der Fachbegriffe ökologische Zusammenhänge am Beispiel verschiedener typischer Lebensräume.
Inhalte: Ökologie-Grundlagen (Vielfalt, WWK); Ökologische Nische (r- und k-Strategen); Habitat, Biotop
… kennen typische Lebensräume der Säugetiergruppen und deuten, analysieren und interpretieren verschiedene Landschaftselemente im Zusammenhang mit räumlichem und zeitlichem Vorkommen verschiedener Arten.
Inhalte: Lebensräume und deren Kompartimentierung für Tiere; Höhenzug und lokale Verbreitung
Rotfuchs, (c) Thomas Schwarzbach/NABU-naturgucker.de
Rotfuchs
(c) Thomas Schwarzbach/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… beachten die rechtlichen Vorgaben für das Betreten von Lebensräumen im Allgemeinen und von Schutzgebieten im Besonderen.
Inhalte: Aufbereitete Informationen zum Lebensraumschutz gemäß Bestimmungen in der groben Übersicht (z. B. Wegegebot in Nationalparks)
… kennen den Umgang mit lebenden und toten Tieren und Tiermaterial (Schädel, Knochen, Geweih, Losung).
Inhalte: Richtlinien auf Lebensraumflächen; Besitzgesetz, wem gehört z. B. das Geweih im Wald; Parasiten als Gefahr für Menschen und der Umgang mit Tiermaterial
… kennen Gründe für den Rückgang vieler Arten und bewerten Schutzmaßnahmen.
Inhalte: Lebensraumverlust; illegaler Abschuss; Intensivierung; Krankheiten; Neozoen; Luchs, Wolf, Bär, Wisent als urdeutsche Arten und deren Zukunft in der Kulturlandschaft Deutschlands
Wisent, (c) Armin Dreisbach/NABU-naturgucker.de
Wisent
(c) Armin Dreisbach/NABU-naturgucker.de
Kompetenzerwartungen
Die Kursteilnehmenden …
… nutzen → NABU-naturgucker.de, um besonders interessante Beobachtungsgebiete in ihrer Umgebung zu finden und legen eigene Beobachtungsgebiete an.
Inhalte: Nutzung von NABU-naturgucker.de
… beobachten Wirbeltiere und deren Verhalten und dokumentieren ihre eigenen Beobachtungen auf NABU-naturgucker.de.
Inhalte: Datenqualität, Methoden der Dokumentation und Sicherung im Meldesystem
Gartenschläfer, (c) Wolfgang Patczowsky/NABU-naturgucker.de
Gartenschläfer
(c) Wolfgang Patczowsky/NABU-naturgucker.de
Seit er laufen und denken kann, war Michael Hilgert immer schon draußen im Wald oder auf den Wiesen in seiner Heimat unterwegs. Das Motto „Natur entdecken, beobachten und verstehen“ zog sich daher auch nach der Kindheit weiter bis ins Studium und den anschließenden Berufsweg als Biologe und Wildtierökologe.

Dabei reichen seine Interessen von den kleinen Wirbellosen bis hin zu den ganz großen Säugern. Seine Lieblingstiere sind der → Afrikanische Riesentausendfüßer (Archispirostreptus gigas) und der → Wolf (Canis lupus).

Neben der Arbeit am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn und für den Social-Media-Account .ERDE beim WDR, ist er seit 2021 als Autor für die Themen → Einführung Wirbeltiere, Säugetiere sowie Reptilien und Amphibien bei der NABU|naturgucker-Akademie tätig. Voraussichtlich verfügbar sein wird das Lernangebot Reptilien und Amphibien ab Februar 2023.
Michael Hilgert
Zwar als Stadtkind geboren, verbrachte Thalia Jentke dennoch so viel Zeit wie möglich draußen in der Natur oder im hauseigenen Garten, wo sie sich stundenlang mit dem Beobachten von Insekten und Vögeln beschäftigen konnte. Das Studium der Biologie war die logische Konsequenz aus der Begeisterung für die Natur und vor allem die Zoologie.

Sehr früh war klar, dass ihr Herz den Säugetieren gehört und unter ihnen insbesondere den kleineren Vertretern. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt heute auf allem, was sich oft fälschlicherweise unter dem Begriff „Maus“ tummelt. Ihr Tätigkeitsfeld erstreckt sich dabei von Erhebungen der Kleinsäugergemeinschaften verschiedener Landschaften über Monitoring-Projekte zur Haselmaus bis hin zur Kartierung von Fledermäusen. Für Letztere engagiert sie sich in hohem Maße sowohl durch ehrenamtliche Arbeit und gutachterliche Tätigkeiten als auch in ihrer Position in der Fledermaus-Beringungszentrale am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn.

Bei der NABU|naturgucker-Akademie ist sie Co-Autorin des Themas Säugetiere.
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Kapitel

Content

Wieviel wisst ihr bereits über die Welt der Säugetiere?
Was sind Säuger und warum sind sie so erfolgreich?
Auf den Spuren unserer oft heimlichen Mitbewohner
Warum einige weg sind und andere ankommen
Wie sie wandern, lieben und schlafen
Zeigt euer Wissen