Amphibien und Reptilien
12 Lernstunden; verfügbar 01/2026
12 Lernstunden; verfügbar 04/2026
Amphibien und Reptilien – Leben zwischen Wasser, Land und Sonne
Amphibien und Reptilien gehören zu den ursprünglichsten Wirbeltiergruppen unserer Erde. Sie haben im Laufe der Evolution sehr unterschiedliche Wege eingeschlagen und dabei bemerkenswerte Anpassungen entwickelt. Während Amphibien in der Regel auf feuchte Lebensräume und Gewässer angewiesen sind, haben Reptilien den Schritt zu einem weitgehend vom Wasser unabhängigen Leben vollzogen und bevorzugt warme, sonnenreiche Standorte erobert.
Beide Artengruppen verbinden Wasser- und Landlebensräume auf besondere Weise. Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander verbringen zumindest einen Teil ihres Lebens im Wasser und durchlaufen eine beeindruckende Metamorphose. Eidechsen, Schleichen, Schlangen und Schildkröten sind dagegen wahre Meister der Wärmeregulierung. Sie nutzen die Sonne und die Strukturvielfalt ihrer Umgebung, um aktiv zu werden. Viele Arten sind erstaunlich unauffällig und werden in der Natur leicht übersehen.
Eine wichtige Gemeinsamkeit von Amphibien und Reptilien ist, dass sie sehr sensibel auf Veränderungen ihrer Umwelt reagieren. Der Verlust geeigneter Laichgewässer, strukturreicher Lebensräume und ungestörter Rückzugsorte setzt ihnen stark zu. Gleichzeitig eignen sie sich hervorragend als Zeigerarten, um den Zustand von Landschaften und Ökosystemen zu beurteilen.

Männlicher Moorfrosch (Rana arvalis)
(c) Matthias Müller/NABU-naturgucker.de
(c) Matthias Müller/NABU-naturgucker.de
Bilder in Kacheln: alle NABU-naturgucker.de: Amphibien & Reptilien Grundwissen (c) Egon Wollwage, Feldherpetologie Amphibien Aufbauwissen (KNAK) (c) Jens Winter, Feldherpetologie Reptilien Aufbauwissen (KNAK) (c) Elke Künne


